Gesamtkonzept Düsseldorfer Seen

Gesamtkonzept für ein verträgliches Miteinander von Nutzung und Naturschutz an Unterbacher See, Elbsee, Menzelsee und Dreiecksweiher in Düsseldorf
[2009 bis 2010]

Garten-, Friedhofs- und Forstamt / Untere Landschaftsbehörde der Stadt Düsseldorf

Durch den Abbau von Kiesen und Sanden der Rhein-Niederterrasse und die damit verbundene Freilegung des Grundwassers entstand ein aus dem Unterbacher See, Elbsee, Menzelsee und Dreiecksweihers bestehender Gewässerkomplex. Bedingt durch die Lage im Ballungsraum und landschaftliche Ausstattung weist das Gebiet eine hohe Attraktivität für die Naherholung auf; gleichzeitig besitzen die Gewässer teilweise eine große Bedeutung für Wasservögel als Brut-, Rast- und Nahrungs­habitat und sind Lebensraum für weitere bemerkenswerte Tier- und Pflanzenarten.

Während der Unterbacher See schon seit Jahrzehnten als Naherholungsgebiet dient, nimmt der Erholungsdruck am Elbsee, der zum Teil unter Naturschutz steht,
nach Abschluss der Rekultivierungsmaßnahmen im Jahr 2006 erheblich zu.
Auch sind hier intensive Bestrebungen zur Intensivierung des Wassersport-
Angebotes zu verzeichnen, was im Widerspruch steht zur Beantragung
der Fest­setzung des NSG „Elbsee" für das gesamte Gewässer durch den BUND.


Der Landschaftsplan fordert zur Gewährleistung eines verträglichen Nebeneinanders
von Wassersport und Natur-schutz die Erstellung eines Gesamt­konzeptes unter
Einbeziehung des Unterbacher Sees und des Menzelsees mit dem Ziel, die räumliche
Verteilung der Nutzungsansprüche und die Obergrenzen der Belastbarkeit der
Gewässer festzulegen.

Vor diesem Hintergrund erfolgte die Beauftragung zur Erstellung des Gesamt­konzeptes,
in dem zum einen die räumlichen und zeitlichen Dimensionen der Erholungs- und
Freizeitnutzungen inkl. auftretender Störungen erfasst sowie Konflikte zwischen den
jeweiligen Nutzergruppen beurteilt werden, zum anderen umfangreiche faunistische
und floristische Untersuchungen durchgeführt und schutzwür­dige Bereiche ermittelt und
bewertet wurden. Das Gesamtkonzept schlägt Lösungen für ein weitgehend konflikt­freies
Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen bei gleichzeitiger Vereinbarung der
Nutzungsinteressen mit den Zielen des Naturschutzes vor.

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