Museumsspielplatz Henrichshütte

Ausführungsplanung und Baubetreuung zum Erlebnisspielplatz
auf dem Gelände des Westfälischen Industriemuseums Henrichshütte in Hattingen

[2012]

Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Am westlichen Ende des Museums-
geländes befindet sich ein bisher unge-
nutztes Gleisdreieck, von dem aus
Koks in die Bunker der Henrichshütte geliefert wurde. Die Bunker wurden bereits in den 1970er Jahren abgerissen. Dieser Ort ist prädestiniert für den Museums-
spielplatz, da sich von hier aus eine optimale Sicht zur bestehenden Hoch-
ofenanlage bietet und die spielenden Kinder hier dem Materialfluss der Eisen-
herstellung folgen können.

Der Museumsspielplatz des Industrie- museums Henrichshütte Hattingen wird ein Ort des aktiven Erlebens, an dem das freie Spiel im Vordergrund steht. Die Spielgeräte sind so gestaltet, dass sie ohne Vor- kenntnisse bespielt werden können. Durch ihre Funktionsweise und Gestaltung haben sie einen klaren Bezug zum Museum
und zu den Arbeitsabfolgen des historischen Hüttenbetriebs. Der Spielplatz ist
als Ort einer handlungsorientierten Museumspädagogik konzipiert, der für
museumspädagogische Veranstaltungen Möglichkeiten zum ölernzielorientierten
Spiel bietet. Einrichtungen für Rollenspiele zu den Themen Arbeit, Alltag und
Freizeit sind hier und in den angrenzenden Bereichen unter- gebracht. Der
Spielplatz lädt ein zur Kommunikation und zum gemeinsamen Handeln, er
bietet sinnliche Erfahrungen im Umgang mit den eingesetzten Materialien
wie Eisen, Stahl, Koks und Erz und ermöglicht das Begreifen unterschiedlicher
Strukturen, Gewichte und Farben.

Gestalterisch passt sich der Spielplatz in das Gesamtbild des Museums ein.
Materialien, Formen und Farben werden vom historischen Vorbild übernommen.
Wo es zu vertreten ist, darf auch Rost entstehen.

Die technische Realisation der Spielgeräte erfolgte durch die Firma Conrads.


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[Website LWL Industriemuseum]