Biomaschine Baum

Das Funktionsmodell „Biomaschine Baum" visualisiert den biologischen Aufbau eines Baumes von der Borke bis zum Leitbahnsystem und dem Transpirationsstrom
[2011 bis 2012]

Land Sachsen-Anhalt – Staatliches Forstamt Haldensleben

Der wiederaufgebaute Nordteil des Schlosses Hundisburg beherbergt das Haus des Waldes, das zentrale Informationszentrum zum Thema Wald in Sachsen Anhalt. Zum Haus des Waldes gehört ein sanierter Turm, der als Treppenaufgang dient. Hier entstand die  geschossübergreifende Rauminstallation „Biomaschine Baum", die zusätzlich der thematisch-räumlichen Verknüpfung der Gesamtausstellung dient. 

Beim Betreten des Turms eröffnet sich
den Besuchern zunächst der Blick auf eine naturalistisch nachempfundene Eiche. Dieser Eindruck wandelt sich in eine abstrakte Form: Bast, Kambium und Splintholz werden stilisiert zu Schalen, das Kernholz wird als massive Säule sichtbar. Zusätzlich durchziehen Leitungsbahnen Splintholz und Bast. Einzelne Äste ragen aus dem Baum heraus.
Durch den orbikular verlaufenden Treppenaufgang ist der 16 m hohe Baum von allen Seiten zu betrachten.


Die Inszenierungen im Turm werden zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation, dessen Einrichtungen zum gemeinsamen Handeln und zur Kommunikation zwischen den verschiedenen Stationen im Baum auffordern.
So ist es beispielsweise nur in Gruppenarbeit möglich, im Rahmen des Fotosynthese-Prinzips Assimilate zu „produzieren“.