Gutachten zur optisch bedrängenden Wirkung

Gutachten zur Beurteilung der „optisch bedrängenden Wirkung" von Windenergieanlagen im Stadtgebiet von Geilenkirchen, Lohfelder Hof
[2012]

David Solty GbR, Geilenkirchen

Die Firma Davids Solty GbR, Geilen-
kirchen, plant die Errichtung von vier
Windenergieanlagen (WEA) im Bereich
der von der Stadt Geilenkirchen
ausgewiesenen Konzentrationszone
Lindern/Beeck. Da zwei der vier
geplanten Anlagen zwar Abstände von
mehr als das Zweifache, jedoch
weniger als das Dreifache der Gesamt-
höhe zum Lohfelder Hof aufweisen,
ist zum Genehmigungsantrag ein
Gutachten beizufügen, in dem beurteilt
wird, ob von diesen Anlagen eine
„rücksichtslose optisch bedrängende
Wirkung" auf diese Wohnbebauung
ausgeht. Ob von einer Anlage eine
derartige Wirkung ausgeht, ist gemäß
Windenergie-Erlass „stets anhand
aller Umstände des Einzelfalls" zu prüfen.

Nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster NRW
lässt sich Folgendes prognostizieren: Beträgt der Abstand zwischen Wohnhaus
und WEA mindestens das Dreifache der Gesamthöhe (Nabenhöhe zzgl.
Rotorradius), dürfte die Einzelfallprüfung überwiegend zu dem Ergebnis
gelangen, dass von der WEA keine optisch bedrängende Wirkung ausgeht.
Sollte der Abstand geringer als das Zweifache der Gesamthöhe sein, so wird
die Einzelfallprüfung voraussichtlich eine optisch bedrängende Wirkung
feststellen. Bei einer Entfernung zwischen dem Zwei- und Dreifachen bedarf
es einer besonders intensiven Prüfung des Einzelfalls. In Bezug auf den
Lohfelder Hof mussten zwei Anlagen eingehend auf ihre Wirkung untersucht
werden.